Ich fasse es nicht. Hat nicht der Dauerregen bei der ersten Etappe gereicht? Nein? Nun denn, dann nehmen wir es in Kauf und starten wohlgelaunt. Denn noch hat der Himmel seine Wolken im Gruff. Der Radweg an der Elbe entlang meint es ebenfalls gut mit uns. Oberhalb der Elbe in Melnik erahnen wir, dass wir uns langsam dem nächsten Gebirge nähern. In der Ferne sind immer wieder die Berge zu sehen. 90 min hält unser Glück an, Dann fallen die ersten Tropfen. Aber gut ausgerüstet, verkriechen wir uns in die Regensachen und fahren unentwegt weiter. Eine Stele zeigt die Hochwasser an, die es hier gab. Lange muss man suchen, bis man die 2002‘er Markierung ganz weit oben entdeckt. Wahnsinn! Wir wechseln nun die Elbseite, denn Komoot zeigt dort weniger unbefestigte Wege an. Gerds Handgelenken geht es heute wieder recht gut, das wollen wir nicht gefährden. Unsere Mittagsrast legen wir in einer sehr schönen „Schutzhütte“, eher ein Schutzdach, ein. Plötzlich ziehen sich in Windeseile schwarze Wolken zusammen. Ausharren oder versuchen, davon zu fahren? Der Wind frischt auf. Wir entscheiden uns fürs Fahren. Einen Kilometer weiter halten wir dann doch unter einer riesigen Eiche an und warten den schlimmsten Guss ab. Dauert nur wenige Minuten. Wieder viel zu früh sind wir in Litoměřice, unseren heutigen Ziel angelangt. Also hängen wir wieder eine Runde hinten dran, erst auf der anderen Elbseite entlang, dann zur Ohře, die hier in die Elbe fließt. Nur der Rückweg nach Litoměřice ist dann etwas anstrengend, denn die Autos rasen an uns vorbei. Rush Hour eben …
2026-06 Elbe-Radtour – Etappe 5 – Nach Litoměřice
