Die gestrigen „unbefestigten“ Wege haben Gerd einen Arthrose-Schub in seinen Handgelenken beschert. Kühlung und Schmerztabletten sind angesagt. Nicht schön! Wir haben die heutige Tour deshalb umgeplant und werden den Elberadweg – der hier oft nicht seinen Namen verdient – umfahren.. Dich erstmal geht es nun los. Schon halb neun sind wir in der Spur, zuerst auf dem Kreisel, der sich über die Bahnschienen windet. Dann geht’s übers Land, immer an der Hauptstraße entlang. Nicht gerade prickelnd, aber schonend. Ein paar Seen passieren wir, fahren auf einer Strecke „Polabím za zdravím“ („Durch die Elbniederung für die Gesundheit“) – ja, kein Problem, wenn der Weg schön eben ist. Heute weht kein Wind, weder Gegen- noch Rückenwind. Und so spiegeln sich Gebäude und Bäume wunderschön im ruhigen Wasser der Elbe, an die wir immer mal wieder „zurückkehren“. Und schließlich geraten wir auf ein Stück des Radweges, der sich wohl nächstes Jahr bestens fahren lassen wird, jetzt sich aber mitten im Bau befindet. Da heißt es aufpassen, immer wieder sind Stufen in den alten Belag geschnitten. Da hilft nur, eng am Rand zu fahren, der Handgelenke wegen. Ein Stück ist auch lt. Komoot gesperrt, aber auf den 200 Meter vorher, denen man nicht ausweichen kann, da sind die Baufahrzeuge voll im Gang. Abenteuerlich quetschen wir uns vorbei und ernten aufmunternde Blicke der Bauarbeiter. In Deutschland hätte man uns eher zurückgepfiffen…. Das war so abstehend, dass ich anschließend glatt das Fotografieren vergesse! Schließlich haben wir es geschafft und kommen in Neratovice an. Viel zu zeitig, der frühe Start beschert uns einen zu frühen Zieleinlauf. Also hängen wir noch ein paar Kilometer dran, kurz ins Landesinnere sozusagen und einen Schwenker zum Lidl, Vorräte auffüllen. Eine abenteuerliche Tour geht damit zu Ende, aber die Gelenke haben sich nicht verschlimmert. Na wenigstens etwas …
2026-06 Elbe-Radtour – Etappe 4 – Nach Neratovice
