2026-06 Elbe-Radtour – Etappe 2 – Nach Hradec Králové

Was für ein Unterschied! Die Sonne strahlt bereits, noch bevor wir aufstehen. Gelegenheit für mich, den Tag mit Schwimmen zu beginnen, gefolgt von einem gemütlichen Frühstück. Und danach geht es auch schon los, alle Regensachen sind getrocknet und in den Gepäcktaschen verschwunden. Eine leichte Jacke reicht, auch wenn der Fahrtwind noch recht frisch ist. Und noch ein gewaltiger Unterschied zu gestern – wir fahren heute tatsächlich auf einem Radweg. Immer schön entlang der Labe – der Elbe. Es ist Samstag und so sind auch viele Einheimische unterwegs. Nicht so, dass wir uns drängeln, aber so, dass man aufpassen muss. Es macht trotzdem riesigen Spaß. Manchmal sind allerdings kleine Stücken unbefestigter Weg dabei. Bei einem, mitten in einem Wald, ist der gestrige Regen noch nicht völlig weggetrocknet und es wird teils schmierig wie auf Seife. Aber wir meistern das mit Bravour. Die Vögel zwitschern, ich höre meinen ersten Pirol dieses Jahr, aber ich sehe ihn nicht. Zweimal machen wir Pause, zweimal entdecken wir kurz danach kleine Radlergärten, mit Getränke- und Eisverkauf. Pech gehabt. Egal, wir genießen den Fahrtwind und rollen hinein nach Hradec Králové, in eine der ältesten tschechischen Städte. Heute Abend werden wir heute noch etwas bummeln gehen und uns. (Zitat) „die ungewöhnlich elegante Kombination aus Gotik, Renaissance, Barock und der Moderne“ anschauen. Jetzt ist es aber noch so früh am Tag, dass wir uns noch eine Tour raus aufs Land vornehmen. Bei dem Wetter muss das sein ….

mit Komoot erstellt von wanderro u t e

Zweite Etappe des Tages. Nicht nur ein paar zusätzliche Kilometer fürs Stadtradeln sammeln, sondern auch den wunderschönen Nachmittag nutzen. Gestern hat es gereicht, das lange im Zimmer rumsitzen! Um nicht vom Elberadweg für morgen schon etwas „vorwegzunehmen“, radeln wir einfach raus aus der Stadt, hinaus aufs Land sozusagen. Keine Radwege, aber glatte schöne Straßen, fast allein für uns. Kleine Dörfer, viele Felder mit Getreide und Mohnblumen, überall Kirchen und Kirschen – von letzteren sehen wir jede Menge Plantagen. Und schon langsam werden sie auch rot, die Kirschen! Eine Pause legen wir am „Denkmal von der Reiterschlacht bei Střezetice“ ein. Tausende Reiter der österreichischen und preußischen Armee trafen 1866 dort aufeinander. Die Kämpfe forderten hohe Verluste bei Soldaten und Pferden. Zurück in Hradec Kralové beziehen wir unser Zimmer mit Ausblick auf den großen Marktplatz (Velké náměstí) und bummeln abends noch durch die Gassen und Straßen der Altstadt. Bis wir pflastermüde sind …

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