Spätes Einschlafen nach einem glücklichen Ausgang des Deutschland-Fußballspiels, frühes Aufwachen nach wenig Schlaf, Angst vor der nächsten Hitzeschlacht. Und dann? Keine Sonne bis zum frühen Nachmittag, teils kleine Regentropfen, etwas Gegenwind – wir ziehen die langärmligen Sachen aus den Gepäcktaschen. Ist das zu glauben? Wir freuen uns ein Loch in den Bauch, nehmen die Fähre zurück wieder auf die rechte Elbseite und radeln munter die Deichwege entlang. An mehreren Stationen gibt es heut „deutsch-deutsche Geschichte“, denn wir kommen an einigen Grenzwachtürmen vorbei. Immer wieder interessant, wohnten wir ja schließlich weit weg davon. An einen dieser Türme lädt uns eine Liegebank zur Mittagsrast ein. An und zu lässt sich nun schon die Sonne blicken. Bevor wir weiterfahren, kommen wir mit einem Hundebesitzer ins Gespräch. Der Mischling aus Sibirian Husky und Malamute ist zum Verlieben. Weiter geht’s, Boitzenburg folgt, dann Lauenburg – ein wunderhübsches Städtchen. So wie Tangermünde und Hitzacker, so kommt auch dieser Ort auf die Liste – hierher mal in Ruhe wiederzukommen! Und dann geht es hoch hinaus, in das Naturschutzgebiet Hohe Elbe. Wir strampeln einen steilen Berg hinauf und sind drin, mitten in einem schattigen schönem Wald. Immer wieder gibt es kleine Lücken, um runter auf die Römer zu schauen. Leider sind alle „Liegebänke“ besetzt. Und so radeln wir weiter und kommen irgendwann wieder hinunter zur Elbe, vorbei an KkW Krümmel, entlang mehrerer Promenaden und sind im heutigen Ziel angelangt – in Geesthacht. Es war keine Hitzeschlacht – es war wunderschön und abwechslungsreich …
2026-06 Elbe-Radtour – Etappe 15 – Nach Geesthacht
