2026-06 Elbe-Radtour – Etappe 13 – Nach Wittenberge

Hitzeschlacht vom Feinsten!! Sehnen wir uns etwa nach der Kälte, dem Regen und Wind zurück? Halb sechs sind wir bereits munter, halb sieben sitzen wir beim Frühstück, die Temperaturen sind (noch) angenehm. Erstes Ziel heute, der Lidl am Ortsausgang – Getränke kaufen, viel davon. Und dann geht’s in die Spur, fast ausschließlich Deichwege. Viele davon gehören nicht zum Elberadweg, sind aber wunderschön. Und das erste Mal spüre ich die Weite der Freiheit, hier zu fahren, hier zu sein, Natur um mich herum, schöne Landschaften. Ich bekomme ein Dauergrinsen ins Gesicht. Bei meinen Wanderungen geschieht das sonst schon am ersten, zweiten, spätestens am dritten Tag. Hier sind wir nun schon bei Etappe 13. Spät, aber das ist sicher wetterbedingt. Nun steigen die Temperaturen aber schnell an. Klar haben wir Fahrtwind, aber der fühlt sich eher an wie ein heißer Fön. Überall sehen wir auch Tiere, denen es sicher auch zu warm ist. Da steht eine Herde unter einem großen Baum, vorher ein Hütehund, der in einer Wasserwanne relaxt (die Schafe schauen neidisch zu) und schließlich ein Bulle, der im Teich badet. Ich beneide ihn kurz. Schließlich kommen wir am Zusammenfluss von Havel und Elbe an. Erinnerungen werden wach, vor drei Jahren bin ich die Havel von der Quelle bis hierher zur Mündung gewandert, und hier an der Schleuse hat mich Gerd damals abgeholt. Schnell wiederholen wir ein Foto, auf der Bank vor der Mündung. Zwischen Elbe und Gnevsdorfer Vorfluter fahren wir nun weiter und finden bald einen Rastplatz. Die Sonne versteckt sich mal, also können wir Pause machen, müssen keinen Schatten suchen. Kurz danach kommt ein junges Radlerpärchen, sie kommen von Chemnitz und wollen bis nach Kopenhagen (hoffentlich habe ich mir das jetzt richtig gemerkt, die Sonne brutzelt heute schließlich viele Gehirnzellen weg 🙈). Jedenfalls tauschen wir uns munter aus, hat Spaß gemacht. Wir wünschen uns gegenseitig gute Fahrt, die Beiden fahren längere tägliche Strecken als wir „Alten“, wir werden ihnen also nicht wieder begegnen. Unser Ziel heute – Wittenberge – erreichen wir viel zu früh, die Ferienwohnung ist noch nicht freigegeben. Also kurven wir noch 5 km hin und her durch die Stadt, gehen etwas trinken in einem netten Café an der Elbe (schade, auf die leckeren Torten haben wir bei der Hitze beide keinen Appetit), gehen uns noch weitere Getränke und eine große Melone kaufen und schleppen dann unsere Gepäcktaschen bis hoch unters Dach. Duschen, umfallen, Lüfter kühl laufen lassen …

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