Ein letztes Mal schwingen wir uns in den Sattel. Gestern bei der Feinplanung waren wir überrascht, dass sich die Strecke ruck zuck um 20 km verlängern wird. Baustelle, gesperrte Brücke und nur am Wochenende passierbares Sperrwerk. Ach herrjeeee! Vorteil? Ganz Deutschland schwitzt, wir starten bei 14 Grad und langärmlig mit Weste drüber – warm eingepackt. Ich würde mal glasklar sagen: Ideales Radwetter. Wie eine Belohnung zur letzten Etappe nach den ganzen Wetterkapriolen der letzten zwei Wochen. Wir genießen es und gleiten dahin. Eine unerwartete Umleitung wegen einer gesperrten Brücke am Anfang ist etwas verwirrend, aber wir meistern es doch irgendwie. So sehen wir noch den einen oder anderen kleinen Ort, das eine oder andere schicke norddeutsche Häuschen, werden kurz über eine Wiese geschickt und die Landstraße entlang, dann finden wir zurück zum Elberadweg. Wir beobachten eine Kiebitzfamilie. Die Mama warnt aufgeregt ihre Kleinen, die den Elbdeich hinunter hüpfen. Wir fahren schnell weiter. Am gegenüberliegenden Elbufer sehen wir Brünsbüttel, wieder ein AKW. Bald erahnen wir bereits die Nordsee, die Ebbe hat schon eingesetzt. Cuxhaven rückt näher, wir fahren vorbei an einem riesigen Siemenswerk – sie stellen wohl Teile für Offshore-Windanlagen her, große Lager sehen wir hinter dem Zaun. Und dann sind wir drin in Cuxhaven, holen schnell unseren Schlüssel für die Übernachtung ab und radeln zur Bake. Hier endet/beginnt der Elberadweg, auch wenn dies nirgendwo dokumentiert wird. Jedenfalls sehen wir nichts dergleichen. Wir schieben die Räder bis ganz hinter zur Bake. Wir fotografieren uns gegenseitig, lassen uns fotografieren und jubeln (innerlich) über den Abschluss. Geschafft! Und die längste Etappe der gesamten Tour bewältigt. Morgen werden wir dieses Hochgefühl noch mit einem Ruhetag hier genießen …
2026-06 Elbe-Radtour – Etappe 17 – Nach Cuxhaven
