Gut ausgeruht begeben wir uns wieder in die Schlacht mit dem Wind. Empfindlich kalt ist es außerdem. Womit haben wir das eigentlich verdient? Und in ein paar Tagen sollen wir von Hitze erschlagen werden. Es bleibt interessant – wettertechnisch auf jeden Fall. Der Elberadweg heute scheint sich den ganzen Tag neben einem Deich entlang zu schlängeln, auch wenn hinter dem Deich meist keine Elbe ist, sondern Wiesen. Bei Elster queren wir die Elbe mit einer Fähre. Wir haben Glück, nur etwas mehr von den Wind (noch mehr 😳??) und der Fährbetrieb würde eingestellt, erzählt uns die Fährfrau. In Lutherstadt Wittenberg steuern wir als erstes das asisi Panorama „LUHTER 1517“ an. Der nette Einlassdienst gestattet uns das Unterstellen der E-Bikes samt Gepäck im Vorraum und so können wir in aller Ruhe das tolle Panorama betrachten. Ich war schon mal 2021 hier, aber man kann sich dies auch mehrmals anschauen und anhören. Der Audio-Guide erklärt ausführlich die abgebildeten Ereignisse, historische Persönlichkeiten, kleine Begebenheiten und natürlich viel über die Reformationszeit. Luther ist überall im Panorama präsent. Toll! Draußen ist es weiter stürmisch und wir stemmen uns tapfer dem Gegenwind entgegen. Naja, das meiste übernimmt der Herr Bosch, der uns dabei ausreichend unterstützt. Nach einer Runde durch die Lutherstadt, vorbei an der Stadtkirche, über den Marktplatz und durch den Luthergarten führt uns der Weg über die „Flutbrücken“ – die über die Vorlandbereiche der Elbe führen – wieder hinaus aus der Stadt. Und dann sind wir wieder an und auf den Deichen. An einem kleinen See – mitten im Wind – legen wir die Mittagsrast ein, es ist schon inzwischen früher Nachmittag. Am Wörlitzer Park fahren wir heute nur vorbei. Gerd war hier letztes Jahr während einer Radtour vom Vogtland nach Hause, ich war mal vor Jahrzehnten hier. Fast pünktlich zum Beginn des Check-In-Zeitpunktes kommen wir an und verkriechen uns im windstillen Hotelzimmer …
2026-06 Elbe-Radtour – Etappe 10 – Nach Vockerode
