Ich bin wieder zuhause und habe die Sonne mitgebracht. Nein, auch hier hat sie letzte Woche unentwegt ihr Bestes getan. Langsam, ganz langsam beginne ich nach dem Fasten wieder zu essen – und wichtig, Bewegung tut dabei gut! Also schwingen wir uns aufs Radl und unternehmen eine (längenmäßig)recht kurze, aber(zeitlich) recht lange Rundtour. Erster Halt – am Strand von Beckersmühle. Im Garten vom Hotel Gutenmorgen tummeln sich unzählige (mit Reisebussen hergeschaffte) Ausflügler und lauschen den Live-Volksmusikklängen. Wir dagegen setzen uns an den einsamen Strand, mit uns nur eine Handvoll Gäste, die keinen Bock auf Musik haben, sondern wie wir auf den See hinausblicken. Immer noch ist er fast zugefroren. Nächster Stopp ein paar Kilometer weiter, auf der Halbinsel mit der TietzowseeFerienhaus-Siedlung bei Zechliner Hütte, auch wieder am Strand, auch der See ist noch recht zugefroren. Aber hier sind wir tatsächlich allein, von den vielen Finnhütten scheinen nur ein-zwei belegt zu sein. Hinten auf dem Eis tippelt eine Bachstelze, in der Ferne (ich habe gelernt, nicht schimpft, sondern:) lacht ein Grünspecht, die Spatzen zwitschern in der Hecke (ich habe gelernt, da gehen die sozialen Kontakte ab), die Sonne wärmt uns den Rücken. Einfach nur himmlisch. Ohne Umwege radeln wir von da zurück nach Rheinsberg, halten kurz am Schloss und bestaunen den vollen Biergarten vom Ratskeller genau gegenüber. Was der Frühlingsanfang so bewirkt …
1:48 h in Bewegung
3:29 h (!!) unterwegs
