Fasten und Wandern 2026

Abend 1 – Anreise am 1. März 2026

Ich wage es wieder, die Erfahrung der letzten drei Jahre war ausgezeichnet, ein gewisser Suchtfaktor hat sich eingestellt. Eine Fastenreise. Mit Wandern, Yoga, Entspannung und in einer Gruppe. Wieder mit der  SunnySide – Fasten & Retreats. War ich 2023 in Ulrichshusen, dann 2024 am Scharmützelsee und letztes Jahr auf dem Boltenhof, so habe ich mich dieses Jahr für den den Storchenhof Blumenow entschieden.  Fast um die Ecke von meinem Zuhause und fast um die Ecke vom Boltenhof, für mich sozusagen ein Heimspiel. Wieder gehe ich mit einem kleinen Handicap ins Rennen, war es letztes Jahr eine kleine OP, ist es dieses Jahr ein schimpfendes Knie, dr Misniskus ist nicht ganz in Ordnung. Aber ich gebe mein Bestes…

Hier berichte ich nun von den Wanderungen, mit kleinen Informationen zum Programm.  Fasten-Interessierte können den Link zur SunnySide-Webseite nutzen, um mehr zu erfahren.

Tag 2   am 2. März 2026
Frühsport auf der Terrasse – so beginnt mein Tag. Wir haben uns fast alle warm eingepackt, denn es ist frostig. Nur Carina, unsere Fastenleiterin kommt kurzärmlig daher. Sie weiß, dass sie uns zum Schwitzen bringen will! Für mich ungewohnte Bewegungen, aber es macht Spaß. Ehrlich! Der SunnySide-Swing – eine Mischung aus Gymnastik, intensiven Atmen, Lockern und Kraft. Ja, mir wird warm. Und mit großer Vorfreude streben wir in unsren lichtdurchfluteten Gruppenraum, wo schon die Frühstückssäfte auf uns warten. Eine ischung aus Blaubeere, Sellerie, Apfel und etwas Kiw, wenn ich es mir richtig gemerkt habe. Löffel für Löffel , in genüsslicher Ruhe. Unser erstes Frühstück hier auf der SunnySide. Es hätte ruhig mehr sein können …
Nicht lange danach treffen wir uns im Hof zu einem Gruppenfoto, kurz danach gehts los mit unserer ersten Wanderung. Ich hoffe sehr, mit meinem Knie durchzuhalten, aber ich beginne mit der Gruppe recht optimistisch. Es gibt viele Trinkpausen, die Geschwindigkeit ist moderat und die Sonne lacht uns an. Was will man mehr! Nach dem Winter sind die Wege nun oft matschig, man versucht nach links und rechts auszuweichen, die Schuhe werden trotzdem mehr als dreckig. Egal. Eine längere Pause legen wir am Barsdorfer Haussee ein, mir fällt ein, dass wir auch im vorigen Jahr hierher gewandert sind – vom Boltenhof aus. Wie schnell doch ein Jahr vergeht. Man könnte nun baden gehen. Könnte, wenn der See nicht noch zugefroren wäre! Am Ufer ist das Eis nur noch dünn und brüchig, vorsichtig kneipe ich ein wenig auf der Stelle. Es zieht ordentlich durch. In der „Mittagspause“ lagern wir im Gras, sonnen uns und genießen das reichliche Essen – eine halbe Scheibe Orange. Genuss pur! Zum Schluss werde ich etwas langsamer, soweit hat es mein Knie schon lange nicht mehr geschafft. Und so bin ich auch recht froh, als wir wieder im Ziel sind. Nun schnell ins Zimmer und Ruhe – mit dem Leberwickel. Und Nein – das ist nichts zu Essen …

Aufzeichnung von "Wanderro u t e" mit www.komoot.de

Tag 3  am 3. März 2026 
Ich glaube, heute sind am frühen Morgen noch Minusgrade. Doch das soll uns nicht schrecken, tapfer stehen wir pünktlich um 7:45 Uhr auf der sonnigen Wiese, bereit den Tag mit dem SunnySide-Swing zu beginnen. Schnell wird wohl auch dem Letzten warm. Als Belohnung wartet auch schon der Morgen-Drink aus Erdbeere, Orange und Tomate. Was man so alles mischen kann! Erstaunlich. Unsere Fastenwanderung starten wir heute beim Weihnachtsmann in Himmelpfort. Hier bin ich auf bekannten Wegen unterwegs. Fünf Seen besuchen wir heute, alle sind immer noch zugefroren. So wird es wieder nichts mit einem kalten Bad, auch nicht für die Füße. Ich kann es verschmerzen. Allein ist unsere Gruppe unterwegs, niemand begegnet uns. Wir genießen die Natur, erfahren etwas über die verschiedenen Baumarten, laufen zu zweit oder im Gänsemarsch wunderschöne Wald- und Uferwege, natürlich auch viel quasselnd, man tauscht sich aus. Eine tolle Truppe. Wer mal richtig Ruhe haben möchte, lässt sich etwas zurückfallen und entspannt beim Laufen. Alles ist möglich. Fünf Seen wurden uns angekündigt, Haussee, Piansee, Moderfitzsee, Sidowsee und Stolpsee. An manchem Ufern pausieren wir, einen sehen wir nur von einer Brücke aus und einer ist nur durch die Bäume zu sehen. Es gibt zwar überall Uferwege, aber dann würde die Strecke zu lang werden. Schließlich befinden wir uns im Fastenmodus und freuen uns über moderate Wanderungen. Die halbe Grapefruitscheibe zum Mittag ist natürlich heißersehntes Highlight. Die Tour ist heute kürzer als gestern, aber das macht nichts – es war wunderschön. Wieder im Zimmer angekommen, wartet der Leberwickel. Und danach schwänze ich das tägliche Yoga, denn ich habe einen Massagetermin, das ist doch herrlich …

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Tag 4  am 4. März 2026
Heute ist Ruhetag. Nicht absolute Ruhe, denn am Morgen treffen wir uns im Yogaraum zu einer Meditation. Diese besteht aber nicht aus Ruhe, sondern Gehirnschütteln, Strecken und Bewegung. Auch gut, es macht ordentlich munter. Der anschließende grüne Saft aus Spinat, Zucchini, Gurke und Apfel schmeckt super, auch wenn das Auge es sicher etwas ungewöhnlich findet. Leicht gesättigt starte ich in den Ruhetag – und entscheide mich vorerst gegen die Ruhe. Denn Bewegung ist immer gut.

Ich setze mich in mein Auto und fahre ein paar Kilometer nach Mildenberg, an meinen heutigen Startpunkt. Es ist noch recht frostig, aber die Sonne strahlt. Nach einem langen Weg über die Felder gelange ich zum Havelradweg, den ich aber bald wieder verlassen kann. Und nun geht es idyllisch immer zwischen den Torfstichen entlang. Ich bin unterwegs im Flora-Fauna-Habitat „Zehdenick-Mildenberger Tonstiche“. Bekannt ist diese Gegend ja für Ihre Ziegeleien, der Ton dafür wurde abgebaut, zurück blieben tiefe Löcher, füllten sich mit Grundwasser und erfreuen heute meine Augen als diese schönen Seen. Links einer, rechts einer, mal ein morastiger Trampelpfad, mal ein schöner Waldweg. Immer wieder lege ich kleine Pausen ein. Schließlich gelange ich zur Havel. Wie schnell doch die Zeit vergeht, nun ist es schon fast drei Jahre her, dass ich die komplette Havel abgewandert bin – ich erinnere mich gern an den Juni 2023. ich genieße den Blick, vor mir die Sonne, neben mir der Fluss. Bald schon bin ich in Zehdenick, nutze ein paar Nebenstraßen und lande am Bahnhof. Ein Bus bringt mich zurück nach Mildenberg, ich bin der einzige Fahrgast …

Aufzeichnung von "Wanderro u t e" mit www.komoot.de

Die Ruhezeit beginnt nun auch für mich. Ich verzichte auf den Leberwickel und nutze lieber die Sauna. einmal, zweimal und sogar ein drittes Mal. Ich hätte gedacht, das Fasten würde mich bremsen, aber mein Kreislauf ist stabil. Danach streife ich kurz durch den Park, in Badelatschen und mit dem Handtuch im Arm. Anschließend überlege ich – Yoga oder Bett? Ich entscheide mich für Yoga und erlebe ein Entspannungsyoga vom Feinsten. Auch hier wird uns die Ruhe gegönnt. Die Suppe zum Abend schmeckt wieder köstlich, unser 84jähriger Koch aus Ratzeburg hat das Rezept von unserer Fastenleiterin Carina perfekt umgesetzt. Ich nehme einen Nachschlag. Die anschließende Meditation im Yogaraum versetzt mich in einen unglaublichen Ruhezustand. Nun nur noch wenige Schritte die Treppe hinauf und der Tag kann sich zur Ruhe legen. Ich auch …

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Tag 5  am 5. März 2026
Nach dem Frühsport werden wir von Phillip begrüßt, einem Ranger der Naturwacht. Mit ihm werden wir heute eine Vogelwanderung unternehmen. Er lässt uns – stehend auf einer frostigen Wiese auf dem Storchenhof – erstmal in die Umgebung lauschen. Ja, wir sind auf dem Land, Maschinen brummen, weit hinten ruft ein Kranich und ein Specht klopft. Dann nochmal horchen mit Fokus auf die Vögel: In der Ruhe, mit geschlossenen Augen hört man plötzlich ganz viel. Die Haussperlinge, natürlich Kranich und Specht, aber auch ein Grünspecht „lacht“ drüben im Wald.  Nach unserem leckeren Frühstückssaft aus Orange, Karotte, Fenchel und Pastinake – lecker wie immer – geht auch schon die Wanderung los. Erster Halt an der Rinderweide, Phillip hat die Bachstelze und ein Hausrotschwänzchen entdeckt. Wenn sie zurück sind, beginnt für ihn der Frühling. Wir wissen es schon die ganze Woche, denn die Sonne strahlt jeden Tag! Und so geht es weiter, immer wieder machen wir kleine Pausen, hören von den Feldlerchen, sehen eine Grauammer, hören einen Kleiber und bekommen ihn erklärt und erfahren, wie man sich den Gesang der Goldammer merkt. Ich glaube, dass wird Vogelstimme Nr. 1, die ich dieses Jahr lernen möchte. Ich bin bescheiden, es sollen nur zwei im Jahr werden. Es ist eine tolle Wanderung, es geht entlang der Felder und der Wiesenraine, durch Buchen- und Mischwälder. Es ist erst März, aber wir hören viel. Man muss nur zuhören …

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Tag 6  am 6. März 2026
Der Morgen beginnt noch einmal mit Frühsport. Den SunnySide-Swing können wir nun fast schon „auswendig“ – er macht munter wie immer. Nach dem leckeren (!) Saft aus Rote Beete, Gurke, Blaubeeren und Römersalat (sowie etwas Gurke und etwas dunke Traube) treffen wir uns zu einem Vortrag von Carina. Drei Punkte sind noch abzuarbeiten . SunnySide Ernährung, Moves und Bio Hacks.  Obwohl ich den Vortrag, jeweils abgestimmt auf das Motto der Woche, schon mehrmals gehört habe, ziehe ich wieder sehr viele Informationen für mich raus. Die Vorfreude auf das künftige „Wieder-Essen-Dürfen“ steigt ins Unermessliche. Ich könnte sofort damit anfangen. Aber jetzt fahre ich erstmal nach Fürstenberg, um für alle einen Dankeschön-Blumenstrauß für Carina zu besorgen, der Leberwickel fällt also aus. Aber das kann ich verschmerzen. Nachmittags wird noch ein leichter Outdoor-Workout angeboten, ich verzichte und wähle stattdessen die Sauna und danach das Bett. Dabei ist letzteres eigentlich sträflich, weil ich den Sonnenschein nicht ausnutze. Etwas Fastenmüdigkeit stellt sich eben nun doch ein – schließlich ist es mein zehnter Tag. Aber zur köstlichen Suppe aus allen Resten der Woche -Nachhaltigkeit ist das Stichwort – bin ich wieder da! Ich nehme heute zweimal Nachschlag …

Und dann treffen wir uns noch zu einem Abschlussfeuer. Abends ist es wieder schnell kalt und so freuen wir uns über das wärmenden Geknister, werfen alte Lasten in Form eines kleinen Stücks Holz ins Feuer und nehmen in Gedanken etwas Neues mit nach Hause ….

Der letzte Morgen – das Fastenbrechen
Ein wunderschön dekorierter Tisch erwartet uns. Für die Fastenbrecher gibt es den ersehnten Apfel, für alle, die noch ein, zwei Tage dranhängen wollen, steht ein Saft bereit. Ich gehöre zu den Ersteren. Schließlich habe ich schon fünf Tage vorher gefastet, insgesamt 10 Tage reichen nun. Carina hat wie jedes Jahr viele Fotos zu einem kleinen Film zusammen-gestellt, den wir uns gemeinsam anschauen. Lustig, nachdenklich, wunder-schön.
Dann genießen wir unser Frühstück in aller Ruhe, jeder geht in sich. Anschließend berichten wir uns gegenseitig, was uns gefallen hat, was wir aus dieser Wochen mitnehme. Es wird teilweise sehr emotional,  jeder hier ist begeistert. Unsere Fastenleiterin Carina hat wie immer einen tollen Job abgeliefert. Ebenso wie ihre Mitstreiterinnen für Yoga, Massage und unser 84-jähgriger Koch.

Fazit einer Woche „Fasten und Wandern auf der SunnySide“ – Ich kopiere teilweise den Text der letzten drei Jahre, denn er stimmt absolut, fast Wort für Wort.
„Es war toll. Viele nette Mit-FasterInnen, interessante Gespräche, jede Menge Informationen rund ums Fasten und die gesunde Ernährung danach, Bewegung beim Wandern und beim Yoga und und und. Aber vor allem drei Dinge: Erstens eine phantastische Fastenleiterin Carina, die für alles und Jeden ein offenes Ohr hatte und immer den passenden Rat, zweitens leckere frische Obstsäfte am Morgen und zum Abend gab es Gemüsesuppen, die nicht besser hätten sein können und drittens konnte man selbst zur Ruhe kommen und wie sagt man so schön? Runterfahren!“
Halt, es gibt dieses Jahr noch ein Viertens! Die Sonne – ausnahmslos jeden Tag hat sie uns in voller Pracht begleitet. Einfach fantastisch. Und nicht nur deshalb: Eins steht fest, das war nicht das letzte Mal.

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